Rezension

Fairplay 137 – Rezension: Dune: Imperium

Zu Pappe gewordenes Zelluloid. Wieder einmal. Dieses Mal geht die Reise an einen besonderen Ort, den Wüstenplaneten Arrakis.
Demnächst wird eine neue Verfilmung von „Dune“ das Licht der Filmprojektoren erblicken. Siebenunddreißig Jahre nach David Lynchs Versuch Frank Herberts legendäre Zyklen würdig auf die Leinwand zu bannen. Die bisher spektakulärste Verfilmung des Stoffes hat ein Regisseur namens Jodorowsky nicht zu verantworten. Denn der einzige kleine Makel an seinem Meisterwerk, einem der besten Filme (wenn nicht dem besten Film) aller Zeiten: Er wurde nie gedreht.

Fairplay 136 – Rezension: Flotilla

Wir schreiben das Jahr 1954. Etwa acht Jahre sind vergangen, seit die Amerikaner das erste Mal nach Kriegsende wieder am Zünder rumfummelten. Mit der Operation Crossroads begann damals der amerikanische Forschungseifer rund um die Zerstörungskraft ihrer Nuklearbomben, der in der Operation Castle seinen denkwürdigen Höhepunkt fand. Dieses Mal geht das eh schon zweifelhafte Zündeln gründlich daneben. Eine Fehleinschätzung der Sprengkraft sorgt für eine verheerende Überraschung, denn sie überstieg die Erwartungen um das zweieinhalb bis dreifache. Soweit zum historischen Hintergrund. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass all dieses Treiben humanitäre Katastrophen zur Folge hatte. Denn das zur traurigen Berühmtheit gelangte Bikini-Atoll war ehemals bewohnt. Die annähernd zweihundert Menschen der Inseln Bikini und Enyu mussten ihre Heimat verlassen und begaben sich auf eine Odyssee über lebensunwürdige Inseln. Später dann wieder zurück in die alte, verstrahlte Heimat, die schließlich nach etlichen krebsbedingten Todesfällen kurz darauf für immer verlassen wurde und noch immer als unbewohn

Fairplay 136: Pandemic Legacy Season 0

Dezember 1961: Es regnet, 41°F, CIA Hauptquartier in Washington, mitten im Kalten Krieg. Agent Cooper beginnt mit der Einsatzbesprechung per Video. Als Medizinerinnen zu Agentinnen ausgebildet erhalten wir gleich zwei Aufgaben: Sucht den verschwundenen Agent Sabik und findet Informationen über ein geheimnisvolles Project MEDUSA. Wir erhalten wenige weitere Informationen und sollen gleich loslegen.

Fairplay 136 – Rezension: Pagan: Fate of Roanoke

Roanoke – eine Kolonie an der Ostküste Amerikas: Von einem Tag auf dem anderen verschwinden dort laut einer Legende Ende des 16. Jahrhunderts 118 Siedlerinnen. Lediglich das Wort „Croatoan“ fand sich auf einem Baumstamm eingeschnitzt. Hat hier etwa eine Hexe ihre knorrigen Finger im Spiel gehabt?

Fairplay 134 – Rezension: Fantastische Reiche

FANTASTISCHE REICHE geht überraschend flott und jede Partie ist anders. Das macht den Reiz aus. Man weiß vorher nie, wohin sich das Konstrukt eines eigenen Reiches entwickelt, und eine erfolgsgarantierende Strategie habe ich in vielen Partien noch nicht entdeckt. Und das alles wird mit lediglich 53 Spielkarten absolviert. Es verläuft flott und schnell, aber kein Spiel gleicht dem anderen. Eintönigkeit sucht man vergebens. Das Spiel zu zweit folgt etwas anderen Regeln, funktioniert aber problemfrei. Nach meinem Geschmack macht FANTASTISCHE REICHE im kleinen Kreis mehr Spaß als in größeren Runden, da dann die Wartezeiten ausgedehnter und Spielmöglichkeiten eingeschränkter sind.

Fairplay 135 – Rezension: Cutterland

Die ehrwürdige Zunft der Schneiderinnen dürfte ihre Freude an diesem Spiel haben. Geht es doch mit der Schere ans Werk. Aus Spielkarten werden Schnittmuster geschnipselt. Freilich nicht, um irgendwelchen Gewändern als Vorlage zu dienen, vielmehr entstehen aus den Schnipseln Landschaften, sogar ganze Reiche. Diese unterliegen genauen Gesetzmäßigkeiten, und wer seine Geländestreifen optimal zusammenfügt, erbeutet die meisten Punkte.

Fairplay 130 – Rezension: Pandemic: Untergang Roms

Die Eindringlinge kommen. Es sind viele. Und sie kommen aus dem Osten. Und wir? Die Römer? Sind schwach, den Barbaren ausgeliefert. Ganz so schlimm ist es nicht, es ist schlimmer. Jedes Mal, wenn wir uns als Römer gemeinsam den Angelsachsen & Franken, den Vandalen, Ost- oder Westgoten entgegenstellen, brennt es an allen Ecken. Was da in der Völkerwanderung auf uns einprasselt, ist wirklich gnadenlos.

Faiyum Rezension

Fairplay 135 – Rezension: Faiyum

Wir befinden uns in Ägypten, genauer gesagt in dem oasenartigen Becken Faiyum vor etwa 3900 Jahren. Unser Ziel ist es, dieses Sumpfland von herumlungernden Krokodilen zu befreien und urbar zu machen. Zum Wohle des Pharao, zum Wohle des Volkes, zum Wohle aller Mitspielerinnen. In diesem Fall sind alle Mitspielerinnen nur eine einzige, nämlich ich. Liegt natürlich an Corona. Zum Glück gehört ein Solomodus ja mittlerweile zum guten Ton.

Fairplay 111 – Rezension: Arler Erde

ARLER ERDE ist kein Ostfriesenwitz. ARLER ERDE ist ehrliche Arbeit: Den Blanken Hans im Angesicht, das düstere Moor im Rücken, trotzen zwei Spieler diesem rauen Land ihre Lebensgrundlage und ein Stück Wohlstand ab. Dazu ist ARLER ERDE eine schöne Geschichtsstunde zu Ostfriesland: Es bildet die Sorgen und Nöte der ostfriesischen Bevölkerung zur Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert ab. In dieser Zeit war im Dorf Arle ordentlich was los; das Spiel dokumentiert den einige Jahrzehnte währenden Erfolg der dortigen Stoffproduktion.

Fairplay 134 – Rezension: Merchants of Dunhuang

Das hatten Sie doch bestimmt auch schon, oder? Neues Spiel. Regel gelesen. Auf den „anderen“ Stapel gelegt? Nur um dann bei der ersten Partie zu merken, wie krass Sie sich vertan haben? So ging‘s jedenfalls mir mit MERCHANTS OF DUNHUANG. Kurzer Blick in die Spielanleitung. Aha, Rondell, Karten sammeln und Mehrheiten. Na, das probieren wir mal … später. Aber zu meiner Ehrenrettung: Es kam dann auch in den nächsten Tagen auf den Tisch.