In Windes Eule

Alexey Konnov, Alexey Paltsev, Anatoliy Shklyarov: IN WINDES EULE für 2 – 4 Personen mit Illustration von Alexander Jung bei Zoch Verlag 2021, Spieldauer 10 Minuten

Klappentext

Ab in die Dörfer! Schnell in die Burg! Ob Falke, Ratte oder Rabe … rasante Boten und flinke Späher müssen immer schnell ankommen – nur nicht am falschen Ort. Ein atemloses Spiel für rasante Überflieger.

Thema

Jeder managt eine Tier-Brigade. Es sind hauptsächlich Flattermänner wie Eulen, Fledermäuse oder auch Drachen, die zu den Orten geschickt werden. Dort befindet sich jeder in Konkurrenz mit dem Geschwader der Konkurrenz und immer geht es um Zauberpunkte, die gewonnen werden, denn es ist ein Wettstreit von Magiern und Hexen.

Mechanik

In der Tischmitte liegen sieben Orte: Burg, Hafen, Waldlichtung und vier Dörfer. Überall gibt es Punkte, aber allerorten auf verschiedene Art und Weise. Zur Ausstattung eines jeden Magiers gehören 24 Spielkarten im Patience-Format mit allerlei Getier. Gut gemischt liegt vor jedem der eigene Stapel. Dann wird gleichzeitig gespielt. Die oberste Karte darf aufgedeckt und das Tier zu einem beliebigen Ort geschickt werden. Überall sammeln sich Kartenstapel, die ausgewertet werden, wenn einer seine 24 Gesellen auf Reisen geschickt hat. An jedem Ort wird anders bepunktet. So bekommt in der Burg schlicht und einfach der Spieler mit den meisten Tieren drei Zauberpunkte. In den vier Dörfern muss zunächst überprüft werden, ob eine Rattenplage jegliche Punktvergabe zunichtemacht. Aber mit Katzen wird die Gruppe den Nagern Herr. Wer Kater geschickt hat, kassiert dafür ordentlich Zauberpunkte. Dann zählt die Tierart mit den meisten Vertretern ihre Artgenossen in die Wertung. Turbulent und rasant geht es zu und genau so ist auch eine schnelle Runde gespielt.

Für wen ist dieses Spiel?

Für Spieler mit flinken Fingern und einer schnellen Auffassungsgabe. Wer bedächtig und analytisch vorgeht, dabei sicherlich längst nicht alle eigenen Karten zum Einsatz bringt, kann trotzdem gewinnen. Die Spielanforderungen können also sehr unterschiedlich sein und es bleibt offen, welcher Spielertyp die Nase vorn haben wird.

Potenzial

Die Spielidee bzw. die Beherrschung der Mechanismen und vor allem der Punktvergaben erschließt sich nicht sogleich. Es kann sein, dass das Spiel bei manchen oder gar vielen auf der Strecke bleibt.

Pros & Cons

  • Das Ablegen der Karten kann in Stress und Hektik ausarten. Dazu sollte sich keiner verleiten lassen.
  • Verhaltenes, abwägendes Spielen wird bisweilen hoch belohnt.
  • Wer an allen sieben Orten mitmischt, wird sich verhaspeln. Jeder sollte wissen, welche Orte er persönlich vernachlässigen kann.
  • Die Punkteregeln für die einzelnen Orte sind nicht intuitiv und müssen gelernt werden. Das kann den Spielspaß verleiden.
  • Unüberlegtes Ablegen der Karten ist nicht zielführend.
  • Manche Tierabbildungen sehen sich ähnlich. Das erschwert noch einmal gezieltes Spielen und ist sicherlich so gewollt.
  • Alles in allem eine anspruchsvolle Weiterentwicklung zu den vielen Schnelllege-Kartenspielen.

Meinung

Ich möchte diesen innovativen Zugriff, dass beim fixen Ausspielen der Karten nicht unbedingt der Schnellste gewinnt, loben. Die zu lernenden Punkteregeln erschweren mir allerdings einen leichten Zugriff. Das verleidet begeisterndes Mitspielen. Der interessante Spielansatz wird mich dann aber doch zu der einen oder anderen Partie verführen. (pen)

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